Hallo Leserinnen und Leser meines Sexgeschichten Blog,
wie letzte Woche bereits angekündigt, starten wir Heute mit unserem Sexgeschichten Fetisch Roman. In unserem Fetisch Roman geht es um ein Fetisch-Pärchen, welches sich nach etlichen Irrungen und Wirrungen doch noch glücklich zusammenfindet. Jeder Schritt auf diesem Weg wird jeweils zuerst aus ihrer, und dann aus seiner Sicht erzählt. Was zu manchen interessanten Offenbarungen führt und sowohl Mann, wie auch Frau ansprechen dürfte. Aber genug erzählt, los gehts, Teil 1 unseres Fetisch Roman.
Blickwinkel Antje - Missverständnisse
Etwas unsicher betrete ich in Begleitung meines neuen Chefs von Delten das erste Büro. Vier Augenpaare richten sich auf mich. Drei davon bleiben abwartend, distanziert. Aber einer meiner zukünftigen Kollegen strahlt mich an, springt auf und hält mir die Hand hin. „Sie sind die neue Assistentin, nicht wahr?“ Sein fester Händedruck nimmt mir ein wenig von der Angst vor all dem Unbekannten. Von Delten führt mich als seine neue Assistentin ein, nennt die Namen der vier Herren in diesem Zimmer, verliert noch ein paar nichtssagende, aber freundliche Worte, und schon geht es ins nächste Zimmer. Nachdem ich allen 38 Mitarbeitern vorgestellt worden bin und sie mir, schwirrt mir der Kopf, und ich stelle entsetzt fest, daß ich nicht einen einzigen Namen behalten habe. Aber es ist keine Zeit, die Gedanken zu ordnen, denn schon muß ich von Delten in das erste Meeting begleiten, aufmerksam zuhören, Notizen machen und danach das Protokoll schreiben. Er hat vergessen, mir zu erklären, wo die Vorlagen für solche Unterlagen gespeichert sind, und von den Sekretärinnen kann mir – angeblich? - niemand helfen. Schließlich finde ich, was ich suche. Dadurch habe ich jedoch so viel Zeit verloren, daß ich die Mittagspause durcharbeiten muß. Worüber ich ganz froh bin, denn das erspart es mir, mich so ganz ungeschützt unter die anderen mischen zu müssen.
Und dann geht es Schlag auf Schlag. Eine Präsentation ist vorzubereiten, etliches im Internet zu recherchieren, und alle zwei Minuten klingelt das Telefon. Gegen drei Uhr merke ich, daß ich einen ziemlichen Hunger habe, aber es ist keine Zeit, irgendwo etwas zu besorgen. Und schon wieder ruft von Delten mich zu sich. Seufzend kehre ich mit einem Stapel Unterlagen zurück, aus dem ich eine höchstens eine Seite lange Zusammenfassung zur Vorbereitung einer Besprechung am nächsten Tag fertigen muß. Neben meiner Tastatur liegt auf einem Pappteller ein belegtes Brötchen, ein Becher Kaffee steht daneben, und lässig gegen meinen Aktenschrank gelehnt, wartet der Kollege auf mich, der mich heute morgen so nett begrüßt hat. „Sie sollten das Essen nicht ganz vergessen, Frau Wagner,“ erklärt er grinsend. „Bei von Delten werden Sie Ihre Kraft brauchen!“ Lachend bedanke ich mich. „Ach, übrigens,“ sage ich dann zögernd, „bitte, nehmen Sie es mir nicht übel, aber ich habe Ihren Namen nicht behalten.“ „David Hallinger,“ bekomme ich noch zur Antwort, dann bin ich wieder allein in meinem winzigen, durch Raumteiler abgetrennten Kabuff.
Die Arbeit findet kein Ende, und erst weit nach acht bin ich zurück in meiner Wohnung, völlig erschöpft. So geht es auch die nächsten Tage und Wochen. Es ist anstrengend, aber es macht auch Spaß. Was mich bedrückt, ist allerdings, daß ich zu den anderen Mitarbeitern so gar keinen Draht finde. Ich bemühe mich wirklich, aber außer einem mehr oder weniger freundlichen Gruß bekomme ich von den meisten kaum etwas zurück. Man hilft mir nicht, wenn ich Fragen habe. Wenn ich mittags in einem der Restaurants in der Umgebung auf einen fröhlichen Kreis aus der Firma treffe und mich dazusetze, verstummen alle Gespräche. Dasselbe geschieht, wenn ich mich in den Kaffeepausen dazugeselle. Schließlich ziehe ich mich resigniert zurück, verbringe alle Pausen alleine, meistens sogar an meinem Arbeitsplatz, mit einer Bäckertüte.
Nur David Hallinger besucht mich ab und zu, versucht, ein Gespräch zu beginnen. Aber auch wenn ich weiß, daß ich ungerecht bin, reagiere ich nur einsilbig. Wenn der Rest der Belegschaft mich ins aus stellen will, dann bleibe ich hier auch, und selbst seine Hartnäckigkeit wird mich dort nicht herausholen.
Als ich eines Morgens an meinen Platz komme, ist von Deltens Terminkalender verschwunden. Mir wird schlecht vor Angst. Ich suche überall, aber in meinem Bereich ist er nicht. Die geschäftlichen Termine habe ich auch im Computer drin, das wäre also nicht so schlimm. Allerdings läßt mich von Delten auch seine privaten Verabredungen in den Kalender eintragen, und die dürfen nicht im PC gespeichert werden. Ich frage bei den Sekretärinnen herum, aber die Reaktion ist überall die gleiche. Man sieht mich mit hochgezogenen Augenbrauen tadelnd an, einige kichern auch; gesehen hat den Kalender jedenfalls niemand. Sagt man.
Inzwischen ist von Delten eingetroffen. Schnell überprüfe ich wenigstens seinen offiziellen Tagesplan und beschließe dann, es gleich hinter mich zu bringen. Ich zittere wie Espenlaub, und meine Stimme ist ganz dünn, als ich kurz darauf vor seinem Schreibtisch stehe und ihm den Verlust beichte. Von Delten hört mich nicht einmal bis zu Ende an, brüllt sofort los. Mit den letzten Resten meiner Selbstbeherrschung gelingt es mir, das Donnerwetter über mich ergehen zu lassen, dann fliehe ich ins Damenklo. Ich versuche, das Schluchzen zu unterdrücken, das herauswill aus meiner Kehle, aber es ist übermächtig. Nach etwa einer Viertelstunde kühle ich mein Gesicht mit Unmengen kaltem Wasser. Die rotgeweinten Augen kann ich nicht verbergen; einigermaßen habe ich jedoch wenigstens meine Fassung wiedergewonnen. Und langsam wächst in mir kalte Wut. Ich bin ganz, absolut, völlig sicher, daß ich den Kalender gestern abend wie immer in die oberste Schreibtischschublade gelegt habe. Nachdem er sich heute morgen dort nicht mehr befunden hat, mußte ihn also jemand weggenommen haben. Wäre dies aus gutem Grund geschehen – etwa weil einer der anderen Manager einen Terminabgleich vornehmen wollte -, hätte man mir das Buch inzwischen längst zurückgegeben. Es gibt also nur eine logische Erklärung: Irgend jemand wollte mir eins auswischen. Es wird Zeit, etwas zu unternehmen gegen diese seltsam ablehnende Stimmung, die meiner Person galt.
So hoheitsvoll wie möglich, mit hochgerecktem Kinn, rausche ich an den anderen Plätzen vorbei zurück in meine Ecke. Es ist jetzt keine Zeit, mir einen Plan zu machen; das muß ich auf später verschieben. Erst einmal muß ich die für heute anliegenden Aufgaben erledigen, um mir nicht noch einen Rüffel von Deltens zuzuziehen. Kurz vor Mittag bemerke ich aus den Augenwinkeln, wie David Hallinger mit erkennbar nicht gerade guter Laune in von Deltens Büro stürmt. Ohne mich auch nur eines Blickes zu würdigen. An dem schmerzhaften Stich, den mir das gibt, erkenne ich, wie sehr seine konstante Freundlichkeit mir bisher geholfen hat, das Verhalten der anderen Kollegen zu verkraften.
Nach wenigen Minuten kommt er wieder heraus. Sein Gesichtsausdruck ist noch immer grimmig, als er zu mir kommt, und unwillkürlich zucke ich zusammen. Er bemerkt es. Erschrecken ist in seinen Augen zu sehen, und dann werden plötzlich seine Züge ganz weich. Während er sonst immer vor meinem Ecktisch stehengeblieben war, schlängelt er sich nun durch den engen Raum zwischen Tisch und Raumteiler hindurch, hockt sich neben meinen Stuhl auf den Boden und nimmt meine Hände. Noch bevor er etwas sagen kann, breche ich in Tränen aus. Er steht auf, zieht mich an sich. Ich schlinge die Arme um seine Taille, lehne mein Gesicht gegen seinen Bauch, und er streicht sanft über meine Haare, meine Schultern. Gierig, dankbar sauge ich den Trost auf, den er mir gibt. Registriere seinen Duft aus Seife, Zitrone und einem undefinierbaren Etwas. Und stelle zu meinem Entsetzen fest, daß die Nähe seines Körpers dieses unverkennbare schmerzhafte Ziehen in meinem Unterleib auslöst. Verlegen und ärgerlich ziehe ich mich zurück. Ärgerlich auf mich selbst. Weil ich Erregung spüre, wo jemand nur nett zu mir sein möchte. Ärgerlich auf ihn. Weil er diese Erregung in mir auslöst.
In diesem Moment kommt von Delten, knallt mir den Terminkalender auf den Schreibtisch und zischt: „Wenn Sie sich etwas mehr Mühe gegeben hätten, mit Ihren Kolleginnen und Kollegen auszukommen, wäre das nicht passiert!“ Die Ungerechtigkeit seiner Worte macht mich sprachlos, und schon schließt er, nicht gerade leise, die Tür seines Zimmers hinter sich. Noch mehr Tränen beißen in meinen Augen. „Oh, verdammt,“ flucht David Hallinger halblaut. Er zögert, scheint zu überlegen. Dann sagt er entschlossen: „Frau Wagner, ich muß Sie sehen; privat. Es gibt einiges, das ich Ihnen erklären sollte.“ „Das Gefühl habe ich langsam auch,“ entgegne ich patzig. Er will etwas erwidern, verzichtet aber dann doch darauf. „Heute abend um acht im Elfenmond, kennen Sie den?“ fragt er statt dessen. Ich nicke. Auf dieses Gespräch bin ich wirklich gespannt!
Im Elfenmond ist es zum Glück nicht sehr voll. David Hallinger ist schon da, als ich kurz vor acht komme, und er steht extra auf, um mich zu begrüßen. Ich bin äußerst verkrampft, ängstlich, und trotzdem kann ich nicht umhin zu bemerken, wie furchtbar attraktiv er ist. Doch ich schaffe es, mich zur Ordnung zu rufen. Er bestellt etwas, doch mir ist der Appetit vergangen, ich möchte nur ein Wasser.
Nicht einmal die Gelegenheit, einen Schluck von seinem bereits auf dem Tisch stehenden Altbier zu nehmen, lasse ich ihm, sondern überfalle ihn sofort mit dem Satz: „Sie wollten mir etwas erklären.“ Seufzend lehnt er sich zurück. „Es ist nicht so ganz einfach,“ beginnt er. Er schweigt so lange, daß ich schon ganz ungeduldig auf meinem Stuhl hin- und herrutsche. Anscheinend findet er den Anfang nicht, und ich beschließe, ihm ein wenig auf die Sprünge zu helfen. „Ich nehme an, es hat etwas mit meiner Vorgängerin zu tun,“ stelle ich mehr fest, als daß ich es frage. Er nickt, und hat damit offensichtlich das Stichwort erhalten, das ihm gefehlt hat, denn nun sprudelt es geradezu aus ihm heraus. „Sabine war bei fast allen äußerst beliebt, und sie war immer hilfsbereit und gutgelaunt. Wir vermissen sie alle sehr.“ Die Wärme in seiner Stimme, als er den Namen Sabine sagt, trifft mich wie ein Nadelstich. Von einer ziemlich dicken Stricknadel. Er scheint diese Sabine ganz besonders zu vermissen. „Auch von Delten war mit ihr äußerst zufrieden,“ fährt er fort. „Trotzdem hat er ihr irgendwann ganz überraschend erklärt, daß sie sich einen anderen Job suchen muß, weil er gezwungen sei,� die Tochter eines Geschäftsfreundes als neue Assistentin einzustellen, dem er aus irgendeinem Grund verpflichtet ist. Sabine war danach völlig fertig, sie hat den ganzen restlichen Tag nur noch geheult. Nachmittags war sie dann auf einmal verschwunden. Sie wollte wohl nach Hause fahren, aber natürlich war sie nach diesem Schlag nicht unbedingt auf der Höhe ihrer Konzentration. Jedenfalls hatte sie einen Unfall, hat dabei beide Beine und das Becken gebrochen. Sie wurde mehrfach operiert, liegt noch immer im Krankenhaus. Und sie hat einiges vor sich, bis sie wieder richtig laufen kann. Wenn sie das überhaupt schafft.“
Ich hole tief Luft, erschüttert. „Das habe ich nicht gewußt,“ stammele ich. „Woher auch,“ erwidert er bitter. „Und natürlich wissen wir alle, daß es eigentlich nicht Ihre Schuld ist. Daß man Sie unter diesen Umständen nicht gerade mit offenen Armen aufgenommen hat, ist aber doch irgendwie verständlich, oder?“
Auf einmal bin ich sauer. Fuchsteufelswild. „Nein, das ist absolut nicht verständlich,“ fauche ich. „Der einzige, der die ganze Ablehnung und die Wut verdient hat, ist von Delten.“ „Aber dem Chef gegenüber hält man sich ja selbstverständlich zurück,“ ergänze ich höhnisch. „Und sucht sich statt dessen als Opfer jemanden aus, der sich nicht wehren kann!“
Mit gesenktem Kopf hört David Hallinger sich meine Worte an. „Ich fürchte, Sie haben recht,“ sagt er nach einer Weile leise. Aber ich bin noch nicht fertig. „Und im übrigen, mein Vater ist ein kleiner Angestellter beim Statistischen Landesamt, und meines Wissens kennt er von Delten nicht einmal. Ich habe die Stelle über eine Stellenvermittlung erhalten!“ Schockiert sieht er mich an, hebt bittend beide Hände. Aber ich habe keine Lust mehr, mir noch irgend etwas von ihm anzuhören. Rasch stehe ich auf. „Ich danke Ihnen, daß Sie sich die Mühe gemacht haben, mich aufzuklären,“ erkläre ich, zornig und doch irgendwie auch den Tränen nahe, nun zum x-ten Male heute. Dann lege ich ein Fünfmarkstück auf den Tisch für mein Wasser, das ich nicht angerührt habe, und verschwinde.
Am nächsten Morgen bin ich vor allen anderen da, suche mir im Internet eine entsprechende Vorlage und schreibe meine Kündigung. Ich habe am Abend noch lange überlegt, aber ich sehe keine Chance, gegen das Mißtrauen hier anzukommen. Am meisten verletzt hat mich allerdings, daß eigentlich auch David Hallinger mich die ganze Zeit abgelehnt, mir meine Anstellung hier übelgenommen hat. Er hat sich nur mehr Mühe als die anderen gegeben, es zu verbergen.
Das kurze Schreiben ist schnell fertig. Hastig drucke ich es aus, suche die wenigen persönlichen Sachen zusammen, die sich im Laufe der letzten Wochen hier angesammelt haben; meine Kaffeetasse, eine kleine Vase mit einem winzigen Trockenblumenstrauß, ein paar Schminksachen, Papiertaschentücher, Lippenbalsam. Es hat alles ohne Mühe in meiner großen Umhängetasche Platz.
Dann mache ich schnell den Tagesplan für von Delten fertig, und nun muß ich nur noch warten, bis er endlich auftaucht. Dann kann ich ihm meine Kündigung in die Hand drücken und diesen gastlichen Hallen ein für allemal den Rücken kehren. Was auch immer das für Konsequenzen haben wird für mich, für meinen Lebenslauf, es ist mir völlig egal. Ich will nur noch weg hier.
Plötzlich steht David Hallinger vor meinem Tisch. Mit einem Blick nimmt er auf, daß ich zusammengepackt habe. Er sieht zum Drucker im Regal. Ich will ihm zuvorkommen, doch er ist schneller, greift sich mit der einen Hand das Blatt und wehrt mich mit der anderen ab, während er das Papier überfliegt. „Was soll denn der Blödsinn?“ fragt er schließlich grob. Eine schnelle Bewegung, und meine Kündigung flattert in mehrere Teile zerrissen zu Boden. Mit einem wütenden Aufschrei stürze ich mich auf ihn, trommele mit meinen Fäusten gegen seine Brust. „Was bildest du dir eigentlich ein,“ schreie ich. Er packt meine Handgelenke, zieht mich näher und immer näher zu sich heran. „Ich denke auch, es wird langsam Zeit, daß wir uns duzen,“ sagt er mit einem breiten Grinsen. Und dann küßt er mich mitten auf den Mund.







































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